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Sektion Anästhesiologie

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PD Dr. med.
Christoph Sponholz
komm. Sektionsleitung Anästhesiologie

fon: +49 3641 9323111
fax: +49 3641 9323112

mail: Christoph Sponholz

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Dr. med.
Sina Coldewey, PhD
komm. Sektionsleitung Anästhesiologie

fon: +49 3641 9323111
fax: +49 3641 9323112

mail: Sina Coldewey



Der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin obliegt die anästhesiologische Versorgung der Patienten aus den Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kinderchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Daneben werden durch unsere Einrichtung in einer Reihe von Kliniken auf Anforderung Narkosen durchgeführt. Hierzu gehören die Klinik für Diagnostische Radiologie (MRT, CT, Angiographie, PET), die Klinik für Innere Medizin (Interventioneller Herzklappenersatz, AICD- oder Schrittmacherimplantation, Knochenmarksentnahme), die Kinderklinik (Bronchoskopie, Gastro-, Koloskopien, Knochenmarksentnahme), die Klinik für Strahlentherapie (Afterloading, Bestrahlung), die Klinik für Psychiatrie (Elektrokrampftherapie) sowie der Arbeitsbereich Interdisziplinäre Endoskopie (Bronchoskopie, Gastroskopie, Koloskopie).

Besondere Anforderungen für den Bereich Anästhesiologie resultieren aus der Funktion des Klinikums als Transplantationszentrum (Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren-, Pankreastransplantationen und multiviszerale Transplantationen), sowie der Versorgung von Neonaten mit Fehlbildungen (Zwerchfellhernien, Ösophagusatresie). Hinzu kommen multiple konsiliarische Leistungen, wie die Anlage zentraler Venenkatheter, Dialysekatheter, PICC line, multipler Regionalanästhesieverfahren usw.

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Die anästhesiologischen Leistungen werden an verschiedenen Standorten erbracht:

Im Zentral-OP (Am Klinikum 1) werden in 13 OP-Sälen Narkosen für sechs chirurgische Disziplinen (Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kinderchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Geburtshilfe) erbracht. Hinzu kommt ein im Jahr 2009 eröffneter Hybrid-Operationssaal, in dem interdisziplinär komplexe Eingriffe am Herzen oder Kopf durchgeführt werden können. An den Operationstrakt ist ein Aufwachraum mit 16 Betten für die postoperative Versorgung der Patienten inklusive der Möglichkeit zur Nachbeatmung angegliedert. Der Aufwachraum ist 24 Stunden pro Tag besetzt und kann bei Bedarf auch intensivmedizinische Aufgaben wahrnehmen.
Daneben werden vier dezentrale OP-Bereiche (Hals-, Nasen und Ohrenklinik, Augenklinik, Urologie und Frauenheilkunde) in der Innenstadt (Bachstrasse / Am Steiger) mit täglich 10 (- 12) zu besetzenden Arbeitsplätzen betreut.

Insgesamt wurden im Jahr 2015 22.560 Narkosen sowie über 1.000 weitere Leistungen erbracht.

Die anästhesiologische Betreuung der Patienten beginnt bereits vor dem Operationstermin in der Prämedikationsambulanz bzw. mit der Prämedikationsvisite. In enger Zusammenarbeit mit den operativen und internistischen Kollegen erfolgen für jeden Patienten die individuelle Risikoeinschätzung, die Optimierung der präoperativen Therapie sowie anschließend die Auswahl eines geeigneten Narkoseverfahrens.

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Zur Anwendung kommen alle heute gebräuchlichen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie, wie die Analgosedierung, balancierte Anästhesieverfahren, rein intravenöse Anästhesietechniken (TIVA), die Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie, insbesondere bei thorax- und abdominalchirurgischen Eingriffen und rückenmarknahe Regionalanästhesien (Spinal-, Periduralanästhesie). Bei zahlreichen unfallchirurgischen Eingriffen sind ultraschallgestütze periphere Nervenblockaden fest etabliert.

Die Durchführung und Steuerung der Anästhesie erfolgt unter Einbeziehung aller modernen Verfahren zur Überwachung der Funktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Nervensystem. An allen Arbeitsplätzen verfügt die Klinik über modernste Narkosegeräte mit umfangreichem invasivem und nicht invasivem Monitoring zur Überwachung der Vitalparameter (hämodynamisches Monitoring mittels Pulmonalarterienkatheter, PiCCO® / Pulskonturanalyse) oder transösophagealer Echokardiographie (TEE) sowie Monitoring der Narkosetiefe (BiS, Narcotrend).

Die kontinuierliche Qualitätsverbesserung als organisierter und strukturierter Prozess zur Optimierung der Patientenversorgung wurde in den letzten Jahren im Anästhesiebereich kontinuierlich weitergeführt und bereits bestehende Therapiestandards für ärztliches Handeln in charakteristischen Situationen in Form von „standard operating procedures“ (SOP) erweitert und umgesetzt.

Die postoperative Schmerztherapie mittels Katheterverfahren oder die Patienten - kontrollierte - Analgesie (PCA) wird bereits im Aufwachraum begonnen. Nach Verlegung der Patienten auf die peripheren Pflegestationen wird die Schmerztherapie fortgeführt und durch unseren Akut-Schmerz-Dienst in regelmäßigen Visiten begleitet.