Prof. Dr. med.
Michael Bauer
stellvertretender Direktor
Leiter Sektion Anästhesiologie
fon: +49 3641 9323110
fax: +49 3641 9323112
mail: Michael.Bauer
PD Dr. med.
Markus Paxian
leitender Oberarzt Anästhesiologie
fon: +49 3641 9323120
fax: +49 3641 9323102
mail: Markus.Paxian
Der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie obliegt die anästhesiologische Versorgung der Patienten aus den Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kinderchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Daneben werden durch unsere Einrichtung in einer Reihe von Kliniken auf Anforderung Narkosen durchgeführt. Hierzu gehören die Klinik für Diagnostische Radiologie (MRT, CT, Angiographie, PET), die Klinik für Innere Medizin (AICD, Schrittmacherimplantation, Knochenmarksentnahme), die Kinderklinik (Bronchoskopie, Gastro-, Koloskopien, Knochenmarksentnahme), die Klinik für Strahlentherapie (Afterloading, Bestrahlung), die Klinik für Psychiatrie (Elektrokrampftherapie) sowie der Arbeitsbereich Interdisziplinäre Endoskopie (Bronchoskopie, Gastroskopie, Koloskopie).
Besondere Anforderungen für den Bereich Anästhesiologie resultieren aus der Funktion des Klinikums als Transplantationszentrum (Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren-, Pankreastransplantationen und multiviszerale Transplantationen), sowie der Versorgung von Neonaten mit Fehlbildungen (Zwerchfellhernien, Ösophagusatresie). Hinzu kommen konsiliarische Leistungen (Anlage von Zentralvenenkathetern, diagnostische oder therapeutische Bronchoskopien usw.).
Die anästhesiologischen Leistungen werden an verschiedenen Standorten erbracht:
Im Zentral-OP im Klinikum 2000 (Erlanger Allee 101) werden in 13 OP-Sälen Narkosen für sechs chirurgische Disziplinen (Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Kinderchirurgie, Herz- und Thoraxchirurgie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie) erbracht. Hinzu kommt ein im Jahr 2009 eröffneter Hybrid-Operationssaal, in dem interdisziplinär komplexe Eingriffe am Herzen oder Kopf durchgeführt werden können. An den Operationstrakt ist ein Aufwachraum mit 16 Betten für die postoperative Versorgung der Patienten inklusive der Möglichkeit zur Nachbeatmung angegliedert. Der Aufwachraum ist 24 Stunden pro Tag besetzt und kann bei Bedarf auch intensivmedizinische Aufgaben wahrnehmen.
Daneben werden vier dezentrale OP-Bereiche (Hals-, Nasen und Ohrenklinik, Augenklinik, Urologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe) in der Innenstadt (Bachstrasse / Am Steiger) mit täglich 10 (- 12) zu besetzenden Arbeitsplätzen betreut.
Insgesamt wurden im Jahr 2012 21.793 Narkosen sowie ca. 2.000 weitere Leistungen erbracht.
Die Steuerung des Operationsbetriebes im Zentral-OP (Klinikum 2000) erfolgt durch ein zentrales OP-Management, das seit September 2006 kommissarisch von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie geleitet wird.
Die anästhesiologische Betreuung der Patienten beginnt bereits vor dem Operationstermin in der Prämedikationsambulanz bzw. mit der Prämedikationsvisite. In enger Zusammenarbeit mit den operativen und internistischen Kollegen erfolgen für jeden Patienten die individuelle Risikoeinschätzung, die Optimierung der präoperativen Therapie sowie anschließend die Auswahl eines geeigneten Narkoseverfahrens.
Zur Anwendung kommen alle heute gebräuchlichen Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie, wie die Analgosedierung, balancierte Anästhesieverfahren, rein intravenöse Anästhesietechniken (TIVA), die Kombination aus Allgemein- und Regionalanästhesie, insbesondere bei thorax- und abdominalchirurgischen Eingriffen, rückenmarknahe Regionalanästhesien (Spinal-, Periduralanästhesie) sowie periphere Leitungsanästhesien und Nervenblockaden.
Die Durchführung und Steuerung der Anästhesie erfolgt unter Einbeziehung aller modernen Verfahren zur Überwachung der Funktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Nervensystem. An allen Arbeitsplätzen verfügt die Klinik über modernste Narkosegeräte mit umfangreichem invasivem und nicht invasivem Monitoring zur Überwachung der Vitalparameter (hämodynamisches Monitoring mittels Pulmonalarterienkatheter, PiCCO® / Pulskonturanalyse) oder transösophagealer Echokardiographie (TEE), Neuromonitoring (BiS, EEG, evozierte Potenziale, transkranielle Dopplersonographie).
Die kontinuierliche Qualitätsverbesserung als organisierter und strukturierter Prozess zur Optimierung der Patientenversorgung wurde 2011 im Anästhesiebereich weitergeführt und bereits bestehende Therapiestandards für ärztliches Handeln in charakteristischen Situationen in Form von „standard operating procedures“ (SOP) erweitert und umgesetzt.
Die postoperative Schmerztherapie über rückenmarknahe Katheter oder die Patienten - kontrollierte - Analgesie (PCA) wird bereits im Aufwachraum begonnen. Nach Verlegung der Patienten auf die peripheren Pflegestationen wird die Schmerztherapie fortgeführt und durch unseren Akut - Schmerz - Dienst in regelmäßigen Visiten begleitet.
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